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Fortbildung für Lehrkräfte in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem im März/April 2020
Quelle: NLQ-Fortbildung (SVBl. 10/2019 S. 520)

Die kritische Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen und die Anerkennung der historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel sind wesentliche Anliegen der historisch-politischen Bildung in Deutschland. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Kooperation von schulischer Bildung und Gedenkstättenpädagogik.

Die hier angebotene Lehrkräftefortbildung wird auf der Basis einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel durchgeführt. Ziel der Fortbildung ist der Informations- und Erfahrungsaustausch über didaktisch- methodische Ansätze in der Vermittlung und Aufarbeitung der Shoah und anderer NS-Verbrechen und die Entwicklung von gemeinsamen didaktischen Konzeptionen. Darüber hinaus sollen der Besuch des Landes Israel und die Begegnung mit den Menschen vor Ort dazu dienen, die politischen Herausforderungen der Region genauer zu reflektieren und besser zu verstehen. Dies unterstützt, wie in der Kooperationsvereinbarung vorgesehen, das Lehren und Lernen der gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten Israels.

Bedingung für die Teilnahme an der Fahrt nach Israel ist die Teilnahme am zweitägigen Vorbereitungsseminar am 10.-11.2. 2020 in Hannover und an dem Nachbereitungsseminar am 10.-11.9.2020 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Außerdem wird die Bereitschaft erwartet, über die Reise hinaus in einem themengebundenen landesweiten Netzwerk mitzuarbeiten und ggf. an der Weiterentwicklung didaktischer Materialien mitzuwirken.

Bei einem Eigenanteil der Teilnehmenden in Höhe von 580 Euro (+ Fahrtkosten für An- und Abreise zum / vom Flughafen Frankfurt, sowie Trinkgeldern in Israel in Höhe von 6 Euro pro Tag) übernehmen die Veranstalter die übrigen Kosten für das Vor- und Nachbereitungsseminar sowie Flug, Unterkunft, Verpflegung und die Umsetzung des Programms in Israel. Die Unterbringung in Jerusalem erfolgt in Einzelzimmern, während der beiden letzten Nächte in Tel Aviv in Doppelzimmern. Für die Dauer der Reise ist über die Schulleitung bei der Landesschulbehörde Sonderurlaub zu beantragen. Tagungssprachen in Israel sind Deutsch und Englisch. Die Ausschreibung richtet sich vornehmlich an Lehrkräfte mit den Fächern Geschichte, Politik, Werte und Normen, Religion, darunter besonders an Multiplikatorinnen / Multiplikatoren (Lehrkräfte an Gedenkstätten oder fachdidaktischen Instituten der Universitäten, Fachberaterinnen / Fachberater, Fachleiterinnen / Fachleiter, Fachobleute, Lehrkräfte mit Beratungsfunktionen). Bei mehr als 17 Bewerbungen wird die Seminarleitung eine Auswahl treffen. Die Auswahl der Teilnehmerinnen / Teilnehmer erfolgt nach folgenden Kriterien: 1. Qualität der Projektidee; 2. Ausgewogene Verteilung von Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen; 3. Regionale Verteilung der Teilnehmenden; 4. Gleichstellung der Geschlechter.

Für Anmeldungen sind folgende Unterlagen erforderlich:

• Ein tabellarischer Lebenslauf mit besonderer Berücksichtigung der eigenen Arbeitsschwerpunkte im Kontext von Erinnerungskultur und historisch-politischer Bildungsarbeit (1-2 Seiten).

• Ein Motivationsschreiben (1-2 Seiten).

• Eine Ideenskizze für die Umsetzung der Fortbildungsinhalte in schulische oder außerschulische Bildungsprojekte. (Welches Projekt würden Sie in Folge der Fortbildung gern konzipieren und durchführen? Wie sollen die Erfahrungen und fachlichen bzw. didaktisch-methodischen Ansätze der Fortbildung Anwendung finden? Zu welchen Themen würden Sie gerne Materialien entwickeln bzw. weiter entwickeln?) (max. 3 Seiten).

Die Bewerbungsunterlagen sollen insgesamt 5 Seiten nicht überschreiten.

An der Fortbildung interessierte niedersächsische Lehrkräfte wenden sich bitte mit verbindlichen Anmeldungen bis zum 4.11.2019 ausschließlich per E-Mail an das NLQ unter yadvashem2020@nlq.nibis.de. Für Rückfragen steht Frau Dr. Inga Niehaus (inga.niehaus@nlq.niedersachsen.de) zur Verfügung.

Mit der Einreichung der Bewerbungsunterlagen erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre personenbezogenen Daten im Rahmen der Kooperation an die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sowie die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel übermittelt werden dürfen.

Teilnehmerzahl: 17

Tagungsort: Jerusalem, Gedenkstätte Yad Vashem sowie weitere Exkursionen vor Ort

Beginn: 25.3.2020

Ende: 5.4.2020

Anmeldeschluss: 4.11.2019

Die Bewerberinnen / Bewerber / Antragstellerinnen / Antragsteller werden spätestens bis zur 48. KW 2019 über ihre Teilnahme informiert.

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