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Pädagogische Aufgaben der Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen
Erl. d MK v. 25.6.1997 - 503-82 213-1 (SVBl. 7/1997 S.277) -VORIS 22410 01 00 35 080 -
Bezug: Erl. v. 17.2.1988 (SVBl. S.111 - VORIS 22410 01 00 35 058)

Die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen haben - soweit sie als Lehrkräfte Bedienstete des Landes sind - folgende medienpädagogische Aufgaben zu erfüllen:

  1. Die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen beraten die Träger von Bildungseinrichtungen bei der Beschaffung von analogen und digitalen Medien. Sie unterstützen die Lehrkräfte an den Schulen und die in vorschulischen Einrichtungen, in der Jugendhilfe sowie in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätigen Mitarbeiter bei der Auswahl und Verwendung dieser Medien einschließlich der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik. Sie unterstützen die Ausbildungs- und Studienseminare für Lehrämter bei der medienpädagogischen Aus- und Fortbildung.
  2. Durch Beratungen, Lehrgänge, Vorträge, Tagungen, Arbeitsgemeinschaften und durch die Organisation von Sichtveranstaltungen für die in den unter Nr.1 genannten Bereichen Tätigen und alle Interessierten fördern die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen die Wertungs- und Analysefähigkeit im Hinblick auf Medien, mediendidaktisches und -methodisches Können sowie Sicherheit im Umgang mit diesen Medien und führen Kurse zur Medienproduktion durch.
  3. Ziel der unter Nrn.1 und 2 aufgeführten Aufgaben ist die Vermittlung von Medienkompetenz für alle in der Erziehungs-, Bildungs- und Kulturarbeit Tätigen. Soweit sich die Aufgaben auf die Arbeit von Schulen und Ausbildungs- und Studienseminaren für Lehrämter beziehen, arbeiten die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen mit der zuständigen Schulbehörde zusammen.
  4. Im Rahmen der Medienkulturarbeit fördern die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen den Einsatz des kulturell wertvollen Films und die kreative Nutzung von Medien.
  5. Die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen begutachten das Medienangebot in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für Fortbildung und Weiterbildung im Schulwesen und Medienpädagogik (NLI) auf seine Verwendbarkeit in vorschulischen Einrichtungen, in Schulen, in der Jugendhilfe und in Organisationen der Jugend- und Erwachsenenbildung. Die Träger der Einrichtungen sollen dabei in geeigneter Form beteiligt werden. Die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen geben die gewonnenen Erkenntnisse an die Bildungs- und Fortbildungseinrichtungen in ihrem Bereich und an das NLI weiter. Sie informieren das NLI über Angebotslücken.
  6. Den Leiterinnen und Leitern der Kreis- und Stadtbildstellen obliegt der Auf- und Ausbau einer Sammlung von Medien und medienpädagogischen Fachinformationen zur Nutzung durch die in den unter Nr.1 genannten Bereichen Tätigen.
  7. Zur Förderung der lokal- und regionalgeschichtlichen Bildung sowie der kommunalen Kulturarbeit insgesamt sollen die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen analoge und digitale Medien herstellen.
  8. Die Leiterinnen und Leiter der Kreis- und Stadtbildstellen arbeiten mit dem NLI zusammen.

Es wird empfohlen, dass nicht im Landesdienst stehende Leiterinnen und Leiter von Kreis- und Stadtbildstellen entsprechend verfahren.
Der Bezugserlass wird aufgehoben.

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