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Kirchensteuerabzug vom Arbeitslohn
Bek. d. MF v. 21.1.2015 - S 2442-25-333 (Nds. MBl. Nr. 9/2015 S. 252)
Bezug: Bek. v. 22.1.2013 (Nds:MBl. S. 161), geändert durch Bek. v. 21.1.2014 (Nds. MBl. S. 140)

Nach § 12 Abs. 7 KiStRG i.d.F. vom 10.7.1986 (Nds. GVBl. S. 281), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16.12.2014 (Nds. GVBl. S. 465), wird bekannt gegeben:

1. Hinsichtlich des Kirchensteuerabzugs vom Arbeitslohn sind für das Kalenderjahr 2015 folgende Kirchensteuersätze anzuwenden:

1.1 Die Kirchensteuern für

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die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers,
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die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig,
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die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg,
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die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe,
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die Evangelisch-reformierte Kirche (Synode ev.-ref. Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland) - dazu gehören nicht die evangelisch-reformierten Kirchengemeinden in Bückeburg und Stadthagen -,
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die Bremische Evangelische Kirche und
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die Evangelische Kirche von Westfalen,
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die Diözese Hildesheim,
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die Diözese Osnabrück,
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den oldenburgischen Teil der Diözese Münster und
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die röm.-kath. Kirchengemeinde Bad Pyrmont,
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die Kath. Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Hannover/Niedersachsen-Süd
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die Kath. Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven/ Niedersachsen-West

werden mit 9% der abzuführenden Lohnsteuer erhoben, höchstens jedoch mit 3,5% des auf das zu versteuernde Einkommen umzurechnenden Arbeitslohns, von dem die Lohnsteuer berechnet wird.

Bei der Berechnung der Kirchensteuer sind die Vorschriften des § 51 a EStG in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.

In den Fällen der Pauschalierung der Lohnsteuer beträgt die Kirchensteuer 6% der pauschalen Lohnsteuer. Weist der Arbeitgeber die Nichtkirchenzugehörigkeit einzelner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach, so ist insoweit keine Kirchensteuer zu erheben. Für die übrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beträgt die Kirchensteuer 9% der pauschalen Lohnsteuer. Im Übrigen ist der Erl. vom 23.10.2012 (BStBl I S. 1083) zu beachten.

In den Fällen der Pauschalierung der Einkommensteuer nach § 37 b EStG beträgt die Kirchensteuer 6% der pauschalen Einkommensteuer. Weist der Steuerpflichtige die Nichtkirchenzugehörigkeit einzelner Empfänger von Zuwendungen nach, ist insoweit keine Kirchensteuer zu erheben. Für die übrigen Empfänger beträgt die Kirchensteuer 9% der pauschalen Einkommensteuer. Im Übrigen ist der Erl. vom 28.12.2006 (Nds. MBl. 2007 S. 87, BStBl 2007 I S. 76) zu beachten.

1.2 Die Kirchensteuern für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland werden mit 9% der Lohnsteuer erhoben, höchstens jedoch mit 3% des auf das zu versteuernde Einkommen umzurechnenden Arbeitslohns, von dem die Lohnsteuer berechnet wird. Sofern Lohnsteuer einzubehalten ist, werden mindestens 0,30 EUR bei monatlichem Lohnzahlungszeitraum, 0,07 EUR bei wöchentlichem Lohnzahlungszeitraum und 0,00 EUR bei täglichem Lohnzahlungszeitraum erhoben. Im Übrigen ist die Kirchensteuer vom Arbeitslohn nach den Bestimmungen der Nummer 1 zu erheben.

2. Die Bezugsbekanntmachung wird aufgehoben.

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