Schule und Recht in Niedersachsen

Gesetze, Verordnungen, Erlasse und Kommentare

Schure.de - Schule und Recht
Startseite --- Allgemeinbildende Schulen - Unterricht --- Sprachförderung - Deutsch - Muttersprache --- Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung

Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung
RdErl. d. MK v. 1.7.2018 - 32.1 - 80107/4 (SVBl. 7/2018 S. 345) - VORIS 22410 -
Bezug:
a)
RdErl. „Ergänzende Bestimmungen zum Rechtsverhältnis zur Schule und zur Schulpflicht“ v. 1.12.2016 (SVBl. S. 705) - VORIS 22410 -
b)
RdErl. „Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache“ v. 1.7.2014 (SVBl. S. 330) - VORIS 22410 -
c)
RdErl. „Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung“ v. 1.3.2012 (SVBl. S. 309) - VORIS 22410 -
  1. Grundschulen richten für die Kinder, die im Schuljahr vor der Einschulung keine Kindertagesstätte besuchen und nach § 64 Abs. 3 Satz 1 und 2 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) verpflichtet sind, in dieser Zeit an besonderen Sprachfördermaßnahmen teilzunehmen, besonderen Unterricht zum Erwerb der deutschen Sprache oder zur Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse ein.
  2. Die Grundschule stellt bei den Kindern nach Nr. 1 die Sprachkenntnisse der deutschen Sprache fest. Die Feststellung der Sprachkenntnisse erfolgt auf der Grundlage bewährter Verfahren. Die Ergebnisse der Sprachstandsfeststellung teilt die Grundschule der Niedersächsischen Landesschulbehörde bis Ende Mai eines Jahres mit.
  3. Die Niedersächsische Landesschulbehörde stellt den Grundschulen, bei denen aufgrund von Sprachfördermaßnahmen ein Zusatzbedarf entsteht, die erforderlichen Lehrerstunden zur Verfügung.
  4. Die Grundschulen verantworten die Sprachförderung und führen sie in Abstimmung mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde durch.
  5. Die Sprachfördermaßnahmen finden vorrangig in einer Grundschule statt und sind mit dem Schulträger und dem Träger der Schülerbeförderung abzustimmen.
  6. Die Erziehungsberechtigten haben nach § 71 Abs. 1 NSchG dafür zu sorgen, dass die Kinder an den besonderen schulischen Sprachfördermaßnahmen nach § 64 Abs. 3 NSchG regelmäßig teilnehmen und die ihnen obliegenden Pflichten erfüllen (vorgelagerte Schulpflicht).
  7. Dieser RdErl. tritt am 1.8.2018 in Kraft und mit Ablauf des 31.12.2023 außer Kraft. Der Bezugserlass zu c) tritt mit Ablauf des 31.7.2018 außer Kraft.

Zum Seitenanfang

Schule und Recht in Niedersachsen (www.schure.de)